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Aquiel

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Montag, 10. Juni 2013, 00:01

Viola Valerius' Volkskurier: Erstauflage - Ausgabe 1 (Nachtwind)





Irgendwo in Tamriel in einem Gasthaus …


Eine etwas heruntergekommene Frau betritt das Gasthaus, klopft sich beiläufig den Staub der Straße von der Kleidung und bewegt sich zügigen Schrittes auf den Wirt zu. Nach dem Wechseln einiger Sätze, gefolgt von ein paar Blicken über die Schulter zu einem der Tische gesellt sie sich an eben diesen Tisch zu einer bereits dort sitzenden Gestalt. Beim Näherkommen ist ein zerschlissenes Emblem eines Posthorns auf ihrer Kleidung zu erkennen. Mit einem neugierigen Funkeln in den Augen und der Andeutung eines freundlichen, offen Lächelns auf den Lippen nähert sie sich dem Tisch und neigt ihr Haupt.

Seid gegrüßt, Fremder. Darf ich mich kurz vorstellen?

Ohne eine Antwort abzuwarten, fährt die Frau unvermittelt in ihrem Redeschwall fort.

Mein Name ist Viola Valerius, freie Schriftstellerin und angehende Herausgeberin von „Violas Volkskurier“. Wie ihr sicherlich wisst, steht es um meine Heimat Cyrodiil nicht zum Besten, wie auch um ganz Tamriel nicht. Ich konnte nicht viel meiner Habe hierher in die Fremde retten, kaum mehr als mein Leben. Doch schließlich muss es irgendwie weitergehen. Und so habe ich mich auch hier fern meiner Heimat dazu entschlossen, Nachrichten für das gemeine Volk zusammenzutragen. Dabei interessieren mich vor allem Personen, die die Geschicke unserer Welt in dieser unsicheren Zeit ein wenig und im Rahmen unser aller bescheidener Möglichkeiten zu lenken versuchen … natürlich zum Besseren.

Die Frau setzt ein zuversichtliches Lächeln auf, auch wenn es auf den zweiten Blick etwas gezwungen wirken mag.


Dabei hat mir der Wirt eine interessante Geschichte erzählt, als ich ihn nach solchen Personen in dieser Gegend fragte. Er meinte, Ihr würdet einer … nun, er zögerte kurz … Gilde namens Nachtwind angehören, welches allerlei Geschäften nachgehen soll. Dürfte ich Euch darüber ein paar Fragen stellen? Es dauert auch nicht lange. Ach, mit wem habe ich eigentlich die Ehre sprechen zu dürfen?

Viola lässt sich, scheinbar in der Gewissheit einer positiven Antwort, auf einem Stuhl auf der gegenüberliegenden Seite des Tisches nieder.


Die Echse, der Argonier den sie angesprochen hat ist in erdfarbene Stoffe und weiches Leder gehüllt. Über einem Humpen Met sitzend starrt er über diesen hinweg die Frau in ihrem anfänglichen Redeschwall mit eitergoldenen Krokodilsaugen an, bevor er den massigen Kiefer öffnet und eine Art feuchtes Rasseln aus seiner Kehle hervorwürgt. Nach einem Schluck Met, der dieses seltsame Gebahren erstickt, ergreift er dann mit zischend-rauher Stimme das Wort.

Rha-Vos, Weichhaut. Der Name ist Rha-Vos. Düster-Wasser, wenn du es nicht aussprechen kannst. Und ja, wenn es um geschäftliche Angelegenheiten geht bist du bei mir und damit dem Nachtwind richtig.


Wie steht Ihr und die Euren zum Konflikt in meiner Heimat Cyrodiil? Nehmt Ihr in irgendeiner Weise Anteil daran und greift in die Auseinandersetzung mit ein? Die Frage mag an ein gewöhnliche Gilde seltsam gerichtet klingen, doch der gute Wirt schien kurz zu stocken, als er es so bezeichnete.

Krieg ist immer gleich, Weichhaut. Und stets gibt es genug Möglichkeiten daraus Profit zu schlagen. Armeen wollen versorgt sein. Schlachtfelder sind voller Plündergut, das verhökert werden muss. Furcht und Gier sind sichere Währungen, wenn man den richtigen Gegenwert kennt und anzubieten weiss. Und zwischen all dem versuchen die Reichen wie die Armen sich ihr Stück Frieden zu erkaufen.

Die Frau hört den Worten des Argoniers aufmerksam zu und macht sich in krakeliger Schrift hin und wieder ein paar Notizen auf einem Stück Pergament. Dann richtet sie ihr Augenmerk mit forschem Blick erneut auf ihren Gesprächspartner.

Das klingt um ehrlich zu sein höchst interessant. Sagt, wie viele tapfere Streiter gibt es nun in Euren Reihen? Das ist doch sicherlich kein Alleingang, den Ihr da anstrebt.


Der massige Schädel des Saxhleel wiegt sich von einer Seite zur anderen, bevor er weiterspricht.

In guten Zeiten ist der Nachtwind das Geschick von fast 50 Seelen. Doch der harte Kern, das sind nur ein paar Wenige.


Auf welche Weise versucht Ihr, Eurer Allianz oder auch der einfachen Bevölkerung zu helfen? Nicht nur in Cyrodiil sind … unruhige Zeiten angebrochen, sondern eigentlich in ganz Tamriel. Zieht Ihr ab und an in kleineren oder größeren Gruppen umher, um für Ordnung zu sorgen oder Eure Unterstützung anzubieten? Tut Ihr es unentgeltlich oder für Lohn und Brot? Oder bietet Ihr Eurerseits Waren für das gemeine Volk oder ein Heer feil? Gerade die letzte Frage drängt sich ja bei einem Haus wie ihr es seid geradezu auf …

Viola schnappt nach der Reihe an Fragen nach Luft und verbleibt danach in Erwartung von Antworten stumm. Nur ein flüchtiges Schmunzeln huscht über Violas Gesicht als sie sich weitere Notizen macht.


Der Nachtwind war einst eine Gruppe von Abenteurern und Söldnern. Dieses Gemüt haben wir uns weiterhin bewahrt. Reichtum liegt nicht nur im schlauen Handeln sondern auch im Mut, eine Gelegenheit zu ergreifen, wenn sie aus dem Unterholz hervorschaut. Das Geschick des Paktes ist das Geschick der Gilde. Was den Pakt nährt, nährt auch den Nachtwind. Wir wissen das. Und wir handeln danach.

Welcher Abstammung gehören Eure Gefährten an? Ich meine ... Ihr seid ein Argonier und ...

Hüstelnd blickt die Frau anschliessend auf und sieht dem Argonier beinahe starr in die Augen, während ihre Stimme gänzlich verstummt.

Eben darum findet man in den Reihen des Nachtwinds jene, die dem Pakt die Treue leisten wollen. Saxhleel wie ich. Die Weichhäute aus dem Norden, die sich ebenso nennen. Und die Mer von den großen Feuern. Der Pakt bringt zusammen, was einst Feind war. Und Pakt wie Gilde formen uns zu einer Einheit, in jedem Sinne, denn unser Ziel ist es, jedem Mitglied schlussendlich das zu gewähren, was er begehrt, als Entlohnung für seine Treue.
"Möge Euer Schwert scharf und Eure Zunge schärfer sein." Skyrim

"Sonne und Mond verändern die Welt, aber was verändert das Denken?" Morrowind

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Angier (11.11.2013)

Aquiel

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Montag, 10. Juni 2013, 00:01

Gestattet Ihr mir Euch einen Umtrunk zu spendieren?

Mit einem freundlichen Lächeln sieht sich die Frau nach dem Wirt des Gasthauses um und deutet ihm an, sich ihrem Tisch zu nähern.

Ich denke die eher privaten Fragen rutschen Euch so vielleicht leichter von den Lippen. Die grau-blauen Augen der Frau funkelten abermals neugierig auf. Wohin soll Eure Reise gehen? Ich nehme an, Ihr seid hier nur um ein wenig zu rasten. Verfolgt Ihr geschäftliche Ziele?


Dem Wink seiner Gesprächspartnerin folgend leert der Argonier seinen Met mit mehreren, kräftigen Schlücken, um dann mit einem Fauchen - wohl als Ausdruck des Wohlgefallens - den nun leeren Humpen gen Wirt als eindeutiges Zeichen hebend.

Meine Schritte führen mich hier nach Cyrodiil, wo ich eine Lieferung aus dem Süden erwarte. In diesen Zeiten ist es besser, solche Dinge persönlich zu erledigen um die Sicherheit zu gewährleisten.


Wie ist Euer Verhältnis zu den anderen Allianzen, die sich formiert haben? Ich meine, seht Ihr eine von ihnen als gefährlicher an als die andere? Oder habt Ihr zu einer möglicherweise sogar ein gespaltenes Verhältnis, weil Euch irgendwelche Bande mit dieser verbinden?

Auf diese Frage reagiert der Argonier zunächst mit einem ungewöhnlich langem Starren, ehe er die Zähne bleckt und antwortet.


Unter anderen Umständen würde mich das Schicksal Tamriels weniger interessieren. Aber es gibt... Gründe, die wir Saxhleel sehen, das Gefüge der Dinge in einer gewissen Ordnung zu halten - vorerst. Die anderen Allianzen bedrohen diese Ordnung. Es ist notwendig. Der Nachtwind hat diese Notwendigkeit als Profitmöglichkeit erkannt. Wir verbinden nun das Profitable mit dem Notwendigen.


Verschwörerisch nach links und rechts blickend fährt Viola in gedämpfterem Tonfall fort.

Kommen wir nun zu einer etwas heikleren Frage. Wie steht Ihr zu den Zielen und der Vorgehensweise Eurer eigenen Allianz in der Auseinandersetzung mit den anderen Allianzen und ... dunkleren Mächten? Ihr müsst auf diese Frage selbstverständlich nur soweit antworten, wie Ihr es für richtig haltet.

Viola Valerius fährt sich während sie die Antwort ihres Gegenübers erwartet verlegen durch ihre blonden leicht fettigen Strähnen.


Als die Frage nach "dunkleren Mächten" fällt, würgt der Argonier wieder dieses seltsame Rasseln hervor, einen Schluck von seinem Met nehmend.

Es wird getan, was getan werden muss. Vielleicht mag das Bündnis im Westen sich hehren Idealen eines Menschenreiches verschrieben haben, das es nie gegeben hat. Vielleicht mag der Süden einer Idee folgen, wie diese Welt auszusehen hat... aber es ist der Pakt, der mit der Wahrheit dieser Welt umgeht. In Himmelsrand, Morrowind und in meiner Heimat, der Schwarzmarsch spüren wir mehr als an jedem anderen Ort, was dieses Zeitalter bedeutet und was auf dem Spiel steht. Uns geht es nicht um einen Herrschaftsanspruch oder eine Ideologie. Es geht darum, Tamriel durch Unwägbarkeiten zu führen. Der Nachtwind versteht das. Und handelt entsprechend. Das ist unser Weg. Wir wissen aber darum, dass er nicht leicht ist. Also sorgen wir dafür, dass es genug Anreiz gibt.

Nach dieser - für die eher wortkarg wirkende Echse - relativ ausholenden Ansprache befeuchtet Rha-Vos seine Kehle erneut.

Kommen wir nun zu einer eher persönlichen Frage. Viola setzt ein freundliches Lächeln auf. Eingangs sprach ich davon, dass wir alle versuchen die Welt im Rahmen unserer Möglichkeiten in eine bessere Richtung zu lenken. Wie stellt Ihr Euch das im konkreten für Euch selbst und Eurer ... nunja Handelsgilde vor? Gibt es eine Art Vorgabe oder Rahmen?

Wer dem Nachtwind folgen will, muss bereit sein zu tun, was getan werden muss. Wir verlangen die Bereitschaft, zusammen zu arbeiten. Aber wir versprechen jedem das, was er sich begehrt.

Zum Schluss vervollständigt mir bitte den folgenden Satz: „ Wenn mein Volk den nächsten Kaiser stellen würde, dann ...“

... wäre es der letzte Kaiser, den Tamriel erleben würde. Die Zeit der Schlangenküsser ist zuende.

Mit einem dankbaren Lächeln sammelt Viola ihre Schriftwerke zusammen, ordnet sie und erhebt sich schließlich von ihrem Stuhl.

Dann habt Dank für das Gespräch und die erhellenden Einblicke in Euer Tun, Rha-Vos … und das Eurer Gefährten natürlich auch. Ich werde mich schleunigst daran machen, einen Artikel über Euch in meiner Erstauflage von „Violas Volkskurier“ zu verfassen. Ihr erhaltet selbstverständlich ein Exemplar kostenlos.

Viola wechselt mit dem Wirt noch ein paar Worte und nickt Rha-Vos beim Verlassen des Gasthauses noch ein letztes Mal grüßend zu.
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Raz'vira (10.06.2013), Minordus (18.06.2013), Corrupt Gnosis (18.08.2013), Angier (11.11.2013)